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Lehm in Nassen

Letzten Sommer haben ich bei uns zu Hause ein Hock-WC-Dusch-Kombination aus Lehm und Stroh gestaltet.

Der ganzen Aufbau ist gemacht aus eine Kombination von Fette Lehm (ohne Sand), Stroh und Leinöl. Zusätzlich ist den letzten Schicht mit einer wasserfesten fermentierten Lehm-Leinöl-Kuhdung-Mischung  ausgeführt worden. Diese sorgt dafür das der Lehm auch im Nass-bereich zu verwenden ist.

Der Unterputz ist aufgebaut aus eine Kombination von Fette Lehm, Stroh und Leinöl.

Auch dem Hock-WC Element und den Spülbecken sind aus Lehm und Stroh gestaltet. Sie gehen unauffällig über in die Wände und Fußboden des Raumes.

 


Die Mischungen sind in die folgende Verhältnisse gemischt worden:

Unterputz:
1 Eimer Lehm,
0,5 Eimer Stroh,
2 bis 6 Prozent Leinöl (nachdem Gewicht der trocknen Lehm)

Feinputz (letzten Schicht):
1 Eimer Lehm,
1 Eimer Kuhdunger
1 Eimer Sand
3 Prozent Leinöl (nachdem Gewicht der Mischung)

Der Kuhdunger ist frisch vom Acker geerntet worden; ist sag mal, direkt vom Hinteren der Kuh weggeholt worden. Dann ist das gemischt worden mit dem Lehm, ohne zusätzliches Wasser. Diese Mischung würde sechs Wochen fermentiert. Das macht man durch die Mischung in einem geschlossenen Eimer für sechs Wochen stehen zu lassen (Manchmal ein bisschen Luft ablassen). Dann kann man die Mischung weiter mit dem Sand und dem Leinöl vermischen.

Ölen
Nachdem der Feinputz und Unterputz aufgetragen und durchgetrocknet sind kann mann der Boden mit Leinöl-Firnis nachbehandeln.

Stand März 2018

Das Hock-WC ist jetzt ein halbes Jahr in Betrieb.

Der Wände halten sich sehr gut. Auch der Boden halt sich gut, allerdings habe ich dort einige kleine Reparaturen machen müssen.

Der Boden fühlt sich sehr angenehm uns warm an. Wenn das Hock-WC intensiv benutzt wird, würde dort allerdings für eine robustere Boden mit Fließen wählen.

 

6 September 2017